Universität Bonn

Institut für Geodäsie und Geoinformation

02. Oktober 2026

Susanne Glaser mit besonderer Einladung nach Japan ausgezeichnet Susanne Glaser mit besonderer Einladung nach Japan ausgezeichnet

Als eine von zwei international renommierten Expert*innen wurde Susanne Glaser, Inhaberin der Professur für Geodätische Raumverfahren, von der japanischen Behörde für Geoinformationen (engl. Geospatial Information Authority of Japan - GSI) vom 12. bis 18. September 2026 nach Tokio und Tsukuba eingeladen. Ziel der Reise war es, den Wissensaustausch und die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Geodäsie weiter auszubauen. Die Geodäsie beschäftigt sich mit der Vermessung der Erde, heutzutage vor allem mit Satellitenmesssystemen, wie den Globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS).

Podiumsdiskussion im Rahmen des Workshops
Podiumsdiskussion im Rahmen des Workshops - Teilnehmende der Podiumsdiskussion: GSI, JAXA, NIPR, The Geodetic Society of Japan © GSI
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Satellitenmesssysteme, wie GNSS, sind unerlässlich für die Positionierung von Smartphones, die Navigation von Fahrzeugen und die präzise Beobachtung von Prozessen im Erdsystem, etwa des globalen Meeresspiegelanstiegs. Für ihren Betrieb sind weltweite Beobachtungsnetze von verschiedenen geodätischen Raumverfahren erforderlich, die nur durch eine umfassende internationale Zusammenarbeit betrieben werden können.

Aufgrund seiner geografischen Lage und der ständigen Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen ist Japan in hohem Maße auf präzise geodätische Vermessungsdaten und internationale Kooperationen angewiesen.

Prof. Dr. Glaser hielt einen Keynote-Vortrag im Rahmen des Workshops „Global Geodesy: A Common Language for the Earth“, den die japanische Behörde für Geoinformationen am 16. September in Tsukuba ausrichtete. Vor Vertreter*innen verschiedener japanischer Behörden und Institutionen betonte sie die Bedeutung der globalen Geodäsie und skizzierte deren aktuelle Herausforderungen.

Während ihrer einwöchigen Reise informierte sich Prof. Dr. Glaser ebenfalls bei Besuchen der Beobachtungsstation Ishioka, der japanischen Weltraumbehörde JAXA, des Nationalen Forschungsinstituts für Informations- und Kommunikationstechnik NICT sowie des Nationalen Instituts für Polarforschung NIPR über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen vor Ort. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der dem Ausbau weiterer internationaler Zusammenarbeit – insbesondere mit der Universität Bonn.

 

Willkommen am GSI-Hauptsitz in Tsukuba
Willkommen am GSI-Hauptsitz in Tsukuba - Treffen mit dem Generaldirektor und Führungskräften © GSI

 

Prof. Dr. Susanne Glaser
Universität Bonn
Professur für Geodätische Raumverfahren
Tel.: +49 228 73-2626
E-Mail: sglaser@uni-bonn.de

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