Satellitenmesssysteme, wie GNSS, sind unerlässlich für die Positionierung von Smartphones, die Navigation von Fahrzeugen und die präzise Beobachtung von Prozessen im Erdsystem, etwa des globalen Meeresspiegelanstiegs. Für ihren Betrieb sind weltweite Beobachtungsnetze von verschiedenen geodätischen Raumverfahren erforderlich, die nur durch eine umfassende internationale Zusammenarbeit betrieben werden können.
Aufgrund seiner geografischen Lage und der ständigen Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen ist Japan in hohem Maße auf präzise geodätische Vermessungsdaten und internationale Kooperationen angewiesen.
Prof. Dr. Glaser hielt einen Keynote-Vortrag im Rahmen des Workshops „Global Geodesy: A Common Language for the Earth“, den die japanische Behörde für Geoinformationen am 16. September in Tsukuba ausrichtete. Vor Vertreter*innen verschiedener japanischer Behörden und Institutionen betonte sie die Bedeutung der globalen Geodäsie und skizzierte deren aktuelle Herausforderungen.
Während ihrer einwöchigen Reise informierte sich Prof. Dr. Glaser ebenfalls bei Besuchen der Beobachtungsstation Ishioka, der japanischen Weltraumbehörde JAXA, des Nationalen Forschungsinstituts für Informations- und Kommunikationstechnik NICT sowie des Nationalen Instituts für Polarforschung NIPR über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen vor Ort. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der dem Ausbau weiterer internationaler Zusammenarbeit – insbesondere mit der Universität Bonn.