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Date: Jun 15, 2022

Eine Einladung zum Mitforschen Die Universität Bonn präsentierte bei der Nacht der Technik in Köln

Das öffentliche Interesse am technischen Fortschritt und Innovationen ist groß. So fand am 10. Juni 2022 wieder die Nacht der Technik in Köln statt. Organisiert durch das Transfer Center enaCom war die Universität Bonn mit zwei Forschungsteams der Geodäsie und Physik auf der zentralen Expo vertreten. Bei sommerlichen Temperaturen präsentierten die Wissenschaftler*innen dem zahlreich erschienenen Publikum praxisnahe Einblicke in ihre Forschung.

 

Nacht der Technik:

Die Stationen der Universität Bonn während der Nacht der Technik. (© Foto: Florian Schmidt)

 

Wie übersichtliche Landkarten für Smartphones und Co entstehen – eine Knobelaufgabe für Groß und Klein

Die automatische Generierung von Landkarten aus großen Datenmengen ist eine wichtige Aufgabe der digitalen Kartographie. Algorithmen müssen dabei Entscheidungen treffen: Welche Kartenelemente sollen beschriftet werden? Wo soll die zu einem Kartenelement gehörende Schrift platziert werden? Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich Prof. Jan-Henrik Haunert und sein Team am Institut für Geodäsie und Geoinformation der Uni Bonn. Was es bedeutet, sich wissenschaftlich mit der Materie zu beschäftigen, konnten die Besucher*innen der Nacht der Technik mit Hilfe einer interaktiven Demo spielerisch an der Station der Universität Bonn erfahren und ein Schriftplatzierungsproblem aus der Kartographie lösen. Diese Gelegenheit nutzten die anwesenden Wissenschaftler*innen Prof. Jan-Henrik Haunert, Annika Bonerath und Sven Gedicke auch dazu, junge Menschen auf das zukunftsweisende Studium der Geodäsie an der Uni Bonn aufmerksam zu machen. „Eine Besonderheit des Studiengangs ist seine ingenieurwissenschaftliche Ausrichtung, die an der Uni Bonn einzigartig ist.“, so Prof. Jan-Henrik Haunert, u.a. Mitglied des transdisziplinären Forschungsbereichs ‚Modellierung‘.

Warum Bierdeckel nicht wie Frisbees fliegen – ein Alltagsphänomen wissenschaftlich erklärt

Wer schon einmal in der Kneipe einen Bierdeckel geworfen hat weiß, dass sie nicht wie Frisbees fliegen. Davon konnten sich Besucher*innen bei einem Mitmach-Experiment überzeugen. Weshalb dies so ist, erklärten die Physiker Prof. Carsten Urbach und Christoph Schürmann anschaulich und weckten die Begeisterung für die zugrunde liegenden physikalischen Effekte. Was mit einer illustren Idee an einem geselligen Kneipenabend begann, mündete in der wissenschaftlichen Entschlüsselung des Phänomens. Hierfür entwickelten die beiden gemeinsam mit ihrem ehemaligen Kollegen Johann Ostmeyer und Unterstützung der Uni-eigenen Werkstatt eine Bierdeckelschussmaschine, die nun auch auf der Nacht der Technik zum Einsatz kam. „Die Maschine ermöglicht dem Team die Erforschung des Bierdeckelfluges unter standardisierten und replizierbaren Bedingungen.“, erläutert Prof. Carsten Urbach, Professor am Helmholtz Zentrum für Strahlen- und Kernphysik (HISKP) und Mitglied des transdisziplinären Forschungsbereichs ‚Bausteine der Materie‘. Die mittlerweile publizierten Forschungsergebnisse finden seither nicht nur im Rheinland, sondern auch im europäischen Ausland großen Anklang, wie das begeisterte Kölner Publikum und auch eine absolvierte Tournee der Bierdeckelschussmaschine nach England eindrucksvoll belegen.

Ein gelungenes Beispiel für gelebten Wissenschaftstransfer

Am Ende eines langen Abends waren alle Beteiligten der Universität Bonn sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. So bot die Nacht der Technik eine tolle Gelegenheit der Öffentlichkeit Einblicke in die Forschung zu geben und über ein Studium der Geodäsie oder Physik an der Universität Bonn zu informieren. Der herzliche Dank des Transfer Centers enaCom gilt an dieser Stelle insbesondere allen beteiligten Wissenschaftler*innen und den Veranstaltern einschließlich VDI, VDE und der TH Köln. Im Oktober nächsten Jahres findet die Nacht der Technik dann in Bonn statt – eine vielversprechende Gelegenheit die begonnene Erfolgsstory fortzusetzen.

 

... zur Pressemitteilung der Uni:

www.uni-bonn.de | 15.06.2022

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